Musée de la Lithographie

 

 

 

 

 

 

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Historie

Die Lithographie ist ein Vorgang, bei der der Stift auf eine chemisch behandelte Oberfläche aufgetragen wird und daraufhin die Schicht relieviert erscheint.

Es gibt drei wichtige Prozesse, von denen alle anderen abgeleitet werden :

-Die Gravurtechnik mittels Hochdruckverfahren auf Holz , die seit der Antike angewandt wird .

-Die Gravurtechnik mittels Tiefdruckverfahren auf Metall, praktiziert zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert.

-Der Steindruck wurde von Alois Senefelder in München 1796 erfunden. Er ist das jüngste Anwendungsverfahren der Gravurtechnik seit der Erfindung des Steindrucks.

Alois Senefelder ist 1771 in Prag geboren, lebte aber in München. Nach Abschluss seines Jurastudiums widmete er sich dem Studium der Dramatik und der Literatur. Aber die Schwierigkeit, einen Herausgeber für seine Werke zu finden , zwangen ihn, einen kleinen Verlag anzukaufen. Nach einigen fehlgeschlagenen Versuchen, Fehler auf den Kupfergravuren zu löschen, stiegen seine Ausgaben in unermessliche Höhen.

Er konnte sich daran erinnern, am Ufer der Isar kleine Steine gesehen zu haben, die den Bimsstein ersetzen könnten und deren Gebrauch stellte ihn schliesslich vollends zufrieden. Natürlich dachte er auch daran, diese für seine Schreibübungen und seine Gravuren zu verwenden. 1796 erfand er die Lithographie und drei Jahre später wurde bereits darauf mit Bleistift und Feder gezeichnet.

 

Zylinderpresse von Senefelder (1797)

 

1800 reichte Senefelder beim Patentamt in London eine «vollständige Beschreibung der Lithographie » ein. Im folgenden Jahr importierte sein Partner Antoine André die Lithographie nach London und dessen Bruder Frédéric André erwarb im Jahre 1802 ein Patent für den Import nach Frankreich.

In Italien erschien der Steindruck zum ersten Mal 1805 im Atelier von G. Dall Armi. 1812 ist er dann in Dänemark eingeführt worden, aber erst 1815 wurde diese Kunst dort allbekannt.

1818 gründete Senefelder ein Atelier in Paris und 1819 schrieb er seine Geschichte über die Erfindung des Steindrucks nieder, dessen Original in München veröffentlicht wurde und später dann ins Französische übersetzt wurde.

In diesem Jahr geschah es auch, dass man die ersten Lithographien von Goya bestaunen konnte. 1824 machte der englische Künstler Richard Parkes Bonnington mit seinen geschwärzten Werken auf sich aufmerksam. In Frankreich veröffentlichte Daumier während der Revolution 1830 sein Journal « Der Charivari ». Senefelder starb 1834 in München. Die Inschrift an seinem Grab ist in einen Lithographiestein graviert. Das Plakat, das auf die Erfindung von Jules Cheret (1836-1933) zurückgeht, hat sich unter Toulouse-Lautrec weit verbreitet, der 1892 seine ersten farbigen Plakate malte.

Lithographie von Toulouse-Lautrec 1893 (im Bestand des Museums für Lithographie)

 

Die Lithographie war seit 1900 in Frankreich ein aufblühender Industriezweig, die sog. «Belle Epoche» liess weiterhin Meisterwerke aus verschiedensten Kunstgebieten zu. Da die Lithographie die schnellste Ausführungsmethodik zu seiner Zeit war, wurde sie von Plakatherstellern oder Werbeetiketten-Herstellern ,z.B. denen aus der Textilindustrie, im Speziellen denen aus dem Norden Frankreichs, in grossem Umfang benutzt.

 

Lithographiesteine aus dem Museum für Lithographie in Houplines

 

 

Musée de la Lithographie – 21, rue Camille Desmoulins – 59116 Houplines

03 20 30 62 34 – Email : contact@musee-lithos.org