Musée de la Lithographie
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Durch seine
Vielfalt an Techniken eröffnet der Steindruck dem Künstler mannigfaltige
Anwendungsgebiete, dem aber ein gutes Verständnis zwischen dem Künstler und
dem Lithographen zugrunde liegen muss. Der
naturbelassene Lithographiestein bleibt sehr durchlässig für Wasser. Es
handelt sich um einen Kalkstein mit sehr feiner Schichtbildung, der sich
leicht abreiben lässt und eine grosse Oberfläche offenlegt, die je nach
Gebrauch glatt oder leicht angeraut sein kann. Der Künstler führt hierauf
sein Werk spiegelbildlich mit einem Fettstift oder einer Tinte für
Lithographie aus, die mit einer Feder oder einem Pinsel aufgetragen werden
kann. Auf die fertige Zeichnung wird eine Lösung aus Salpetersäure gestrichen
und darüber arabischer Gummi, um diese zu fixieren. Anschliessend wird der
Stein mit Wasser abgewaschen, der nichts anfeuchtet ausser den ungezeichneten
Flächen. Dann wird die Zeichnung durch die Druckwalze gezogen und die Tinte wird
dank der fettigen Schicht von der feuchten Oberfläche nicht angegriffen. |
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Die
« Chromolithographie » kann durch mit je einer Farbe bemalten
Steine verwirklicht werden, der Eindruck dieser Superposition (dieses
Schichtendruckes) setzt aber eine gute Vorzeichnung voraus. Nachdem das Blatt
Papier auf dem Stein platziert worden ist, wird die Armdruckmaschine, auf der
die Zeichnung angebracht ist, durch ein stark pressendes Sieb geschoben. Die
Zeichnung wird dort auf ein anderes
Blatt seitenverkehrt übertragen. |
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Bei einer
begrenzten Anzahl von Abzügen wird der Stein am Ende der Arbeit abgerieben,
um für eine neue Zeichnung zur Verfügung zu stehen. Diese Lithographien
werden anschliessend nummeriert, signiert und mit einem
Authentizitätszertifikat versehen. Die Arbeiten des Künstlers sind eigentlich
Kunstdrucke ausgenommen von denen, die für Werbezwecke des Künstlers dienen
sollen. |
Musée de la
Lithographie – 21, rue Camille Desmoulins – 59116 Houplines
03 20 30 62 34
– Email :